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  • Julian

Schlingel Schnipsel #8 Wet February

Das Jahr ist noch keinen Monat alt und doch hat sich musikalisch schon wieder sehr viel getan. In meiner Selektion der besten Releases 2023 bisher (plus ein bisschen musikhistorisches) kracht, fiept und rifft es heute vor sich hin. Jede Menge Indie, Rock und Punk, in unterschiedlichsten Facetten, der bestes Futter für mein DJ Projekt Glaspalast ist oder eben die Best Of 2023-Liste, drüben auf Spotify. Aber jetzt erstmal viel Spaß!


Good ol´ Lederhaut und der älteste Jugendliche der Welt Iggy Pop hat ein sauber krachendes, vor Energie sprühendes neues Album vorgelegt. Da stellt sich natürlich die Frage: Aus welchem Jungbrunnen trinkt die Type? Und vor allem: Woher kriegt man das Zeug? In der neuen Visions gibt es eine tolle Geschichte inklusive super Einordnung, einer Iggy History und einem sehr unterhaltsamen Interview.



In der gleichen Ausgabe findet sich eine Rezension von mir, in der ich das neue Album der Indie-Weirdos Yo La Tengo rezensiere. Spoiler: Mich hat es vollkommen überzeugt und ich finde, dass sich hier trotz aller Sperrigkeit ein sehr schöner Kern herausschält. Bissl Sitzfleisch hilft aber sicher um die ganze Blüte dieses Albums zu begreifen.




Freuen kann man sich auch auf das Debüt von The Waeve, das im Februar erscheint. Die Kollabo von Blur´s Graham Coxon und Rose Elinor Dougall ist eine heavy groovende Psyfolk-Reise mit allerlei schönen Nebenschauplätzen. Mal kreischt ein Saxofon, dann dräut eine Streichersektion. Von den Klangfarben her eher dunkel, aber wirklich sehr sehr gut geschrieben und umgesetzt.




Einen eigenen modernen Klassiker zeitnah zu veredeln, indem man ein paar Extratracks hinzufügt ist eine grundsätzlich sympathische und clevere Idee und in Zeiten der Digitalisierung auch nicht ganz so kompliziert. Die Viagra Boys haben ihre 2022er Platte so Anfang des Jahres sinnvoll aufgestockt und entlocken sich selbst ein paar interessante Schlenker. "Only friend" zum Beispiel ist eine wunderschöne, ruhige Ballade, die so gar nicht zum sonstigen Kerngeschäft der V Boys passen will, aber über Umwege dann doch Sinn macht. Auch die anderen drei hinzugefügten Tracks sind es wert mal wieder reinzuhören. Die ursprüngliche Cave World habe ich hier rezensiert.



Art Brut ist eine der bekanntesten Bands, die im Indie/Retrorock-Revival der frühen 2000er an die Oberfläche gespült wurde. "Bang Bang RockRoll" ist ein Biest von Album. Ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie ich meinem kleinen Bruder(er war damals sieben) "My little Brother" vorspielte und mit ihm durchs elterliche Wohnzimmer pogte. Am 21.Februar darf ich das Konzert von Art Brut im Berliner Frannz Club produktionsseitig umsetzen. Es ist mittlerweile der fünfte Neutermin der Konzerts, das aus altbekannten Gründen vier mal verschoben werden musste. Jetzt aber!






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