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  • Julian

Platten, die die Welt bedeuten: Viagra Boys - Cave World

Der Donnerhall mit dem die Viagra Boys aus Schweden im Moment Festivalbühnen und Konzertclubs weltweit im Sturm erobern ist mittlerweile zu einem endlosen Echo geworden. Und so passt der Release von Cave World vergangenen Freitag perfekt ins Konzept. Denn die Welle will geritten werden. Die V Boys, die von alten Punkern, Rockprominenz bis Post Punk Hipstern alle vereint, nehmen inzwischen auch den Mainstream in Beschlag.


Hyperventilation und Mikrochips


Nach zwei komplett gehypten Platten liegt mit Cave World Album Nummer 3 vor. Und es ist einfach nochmal besser geworden und wächst mit jedem Hören. Der einzigartige Humor in Texten und Soundvolten wird weiter ausgebaut, dem Konzept Konzeptalbum wird vor allem textlich gehuldigt, drehen sich die Texte doch in mal spottender, mal beschreibender Art um das Thema Verschwörungserzählungen, Synthie- und Saxofonspielereien kommen noch ausgecheckter und pointierter daher und an Druck und Hyperventilation hat die Band auch nichts verloren, nur dass die Platte musikalisch noch ein wenig facettenreicher geworden ist. Das liegt wohl einfach an der Tatsache, dass mit dem durchschlagenden Erfolg die Lust auf Zwischentöne größer geworden ist. Das ist ein hervorragendes Zeichen für die Lust zur Weiterentwicklung.


Ein Königreich voller blauen Pillen


Also: Quo Vadis, Viagra Boys!? Auf den verwaisten Rockthron vielleicht? Dafür ist die Band nach wie vor zu noisig, sperrig und Avantgarde. In zu softe Belanglosigkeit? Dazu wirkt die Band zu reif. Also ist davon auszugehen, dass die Viagra Boys einfach weiter daran arbeiten ihr eigenes Königreich auszuschmücken und die Pöbel-Scharen, die freiwillig Untertanen werden, weiterhin willkommen heißen. Richtig gutes Ding!

Lieblingssongs: Baby Criminal, Troglodyte, Creepy Crawlers, Ain’t no thief, Return to Monke




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