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  • Julian

Platten, die die Welt bedeuten: Afar - tell me more(EP)

Der erste Beitrag im Vorläufer dieses Blogs, dem Telegram Newsletter Schlingels Finest, befasste sich im November 2021 mit Afar. Der Analog-Electronica Zweiteiler aus Berlin ist seit Jahren unterwegs und eine Kapazität in Sachen treibender elektronischer Musik, besonders auch live.

Die Grenzen zwischen Natürlichem und Industriellem zu überbrücken und organisch erzeugtes mit technoidem zu vermischen ist eine der Triebfedern von Afar. Atmosphärisch dicht in introvertierten Ambients oder tanzbaren Passagen.


Joseph und Elena legen höchsten Wert, nicht nur auf das Ergebnis, sondern auch den Entstehungsprozess und die Erscheinungsform. Zu allen Releases gibt es besondere Geschichten und Ansätze. Die limitierte Sturmsession als EP, die während eines Wintersturms in Brandenburg aufgenommen wurde oder das KI-generierte Video zur aktuellen Single "tell me more" in einer ästhetischen Mischung aus Vaporwave und Manga-Verfilmungen. Die Songs auf der aktuellen EP behalten die psychedelisch-düstere, aber immer warm knisternde Grundstimmung, musikalisch entwickelt sich Afar noch mehr Richtung (no-)wavigen Electro mit einem Songwriting, das zunehmend nicht nur die Stimmigkeit der Gesamt EP in den Blick nimmt, sondern auch einzelne Songs zum Glänzen bringt. Exemplarisch dafür ist "try not to sleep", ein kleiner Hit à la The XX.

Insgesamt vollzieht Afar eine spannende Weiterentwicklung und Ausdifferenzierung. Große Empfehlung!


Afar, try not to sleep(EP), Laut&Luise



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